Unser Teamevent im Sommer 2022

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Als ich im Sommer 2020 meine Master-Abschlusspräsentation per Voicecall im Discord hielt, dachte ich, dies sei wohl mein “besonderster” Corona-Moment. Doch dieser Moment wurde vor drei Wochen definitiv getoppt - als ich nach sage und schreibe 1,5 Jahren im Unternehmen im Rahmen unseres Teamevents zum ersten Mal alle Kollegen “live und in Farbe” gesehen habe. Ähnlich ging es wohl auch drei meiner Kollegen, die ebenfalls während der Pandemie zum Team dazu gekommen sind.

2021 ging's nur remote

Da unser Team über ganz Deutschland verteilt arbeitet und die Anreise mit der Bahn während der Corona Pandemie ein erhöhtes Risiko bedeutete, haben wir uns entschieden, im Jahr 2021 zwei remote-Teamevents durchzuführen. Dieses Jahr sollte es aber endlich wieder soweit sein und wir haben zwei Tage zusammen in Mainz verbracht. Einige Teammitglieder sind sogar schon ein paar Tage vor dem Teamevent angereist und haben die Gelegenheit genutzt, gemeinsam in unseren Mainzer Büroräumen zu arbeiten. So ergaben sich schon vor dem eigentlichen Eventbeginn viele Möglichkeiten, ins Gespräch zu kommen und sich “in Echt” kennenzulernen.

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Kennenlernen und Essen

Das eigentliche Teamevent startete dann mit einer kurzen Warm-Up Runde, in der spontan und ohne langes Nachdenken Fragen wie “Wenn du den Rest deines Lebens nur noch ein Gericht essen könntest, welches wäre es?” beantwortet wurden. 

Nach einer ausgiebigen Stärkung am reichhaltigen Buffet im Büro schlüpften wir in unsere Badesee-Kleidung, packten Verpflegung ein, bildeten Fahrgemeinschaften und machten uns auf den Weg zum Freizeitsee in Biblis. Dort sollte unser Floßbau-Event stattfinden.

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Und das soll uns alle aushalten?

Am See angekommen wurden wir unter strahlend blauem Himmel zunächst in 2 Teams aufgeteilt und erhielten unser Baumaterial. Dieses bestand aus Seilen, Gurten, Holzbrettern, Holzbalken und LKW Schläuchen.  Die Aufgabe (das WAS) war klar - baut ein Floß, dass euch alle über den See trägt. Die Materialien würden für die Anzahl an Personen ausreichen. Wir mussten also nur noch entscheiden, WIE wir die Aufgabe erfüllen. Hier wurden Parallelen zur agilen Softwareentwicklung sichtbar. 

Nachdem wir eine kurze Demonstration hilfreicher Seemannsknoten durch unseren Coach hatten, überlegten wir uns also, wie wir nun aus diesen ganzen Einzelteilen ein tragfähiges Floß bauen sollten. 

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Erste, vorsichtige Testfahrt

Ungefähr 1,5 Stunden (und 2 Fritz Colas) später war es dann soweit und wir ließen unser Floß für eine erste vorsichtige Testfahrt zu Wasser (bzw. “schleppten das 120kg-Teil mühselig durch den heißen Sand ans Ufer” ;). Dort konnten wir auch das Floß des anderen Teams zum ersten Mal in Augenschein nehmen - es sah doch ganz schön anders aus als unseres. 

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Jetzt geht's um die Wurst

Beide Flöße erwiesen sich aber als durchaus tragfähig. So unterschiedlich beide Flöße auch im Aufbau waren, erfüllten sie doch beide ihren Zweck und niemand ging (versehentlich) unter. Wir führten dann noch ein Wettrennen durch, bei dem - überraschenderweise - das andere Team gewann ;)

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Anschließend nutzen wir das hervorragende Wetter noch aus, um ein wenig zu Planschen (und die Chefs ins Wasser zu schubsen). Dann machten wir uns auf den Rückweg nach Mainz. 

Ein leckeres Abendessen beim Lieblingsitaliener und ein gemeinsamer Barbesuch rundeten den ersten Tag unseres Teamevents ab und wir fielen erschöpft und voller neuer Eindrücke in unsere Hotelbetten.

Workshop zu Scrum Values

Der zweite Tag startete mit einem Workshop zu den Scrum Values Mut, Focus, Commitment, Offenheit & Respekt. Da das Ausleben dieser Werte das Fundament für eine erfolgreiche agile Zusammenarbeit legt, war es uns wichtig, in solch einem Rahmen über dieses Thema zu reden und auch unserem zukünftigen Azubi einen Einstieg in die agile Zusammenarbeit zu bieten. In Kleingruppen haben wir uns jeweils mit einem der Werte beschäftigt und festgehalten, wie es um diesen Wert bei uns im Unternehmen bestellt ist und wie er noch stärker ausgelebt werden kann. Die Ergebnisse wurden anschließend im Team zusammengetragen und diskutiert.

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Wir wurden zu Bombenentschärfern

Danach wurde es richtig brenzlig: Im Spiel “Keep talking and nobody explodes” wurde unser Team zu Bombenentschärfern. Unser Kollege Eric saß vor der Bombe, die fröhlich vor sich hintickte und sollte sie entschärfen. Der Rest des Teams hatte die Anleitung zur Bombenentschärfung - sah jedoch die einzelnen Sprengmodule der Bombe nicht vor sich. In mehreren kurzen Runden versuchten wir uns nun daran, die Bombe innerhalb des Countdowns zu entschärfen. 

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Hier war Strategie & Kommunikation gefragt

Nachdem wir in der ersten Runde (wie erwartet) gescheitert sind, haben wir in den kurzen Absprachen zwischen den Runden eine Strategie entwickelt um die Bombe zu entschärfen. Der Schlüssel zum Erfolg lag bei uns letztlich in Arbeitsteilung und Kommunikation untereinander - und vor allem auch mit Eric, der als einziger die Bombe vor sich sah. So schafften wir es schließlich, die Bombe erfolgreich zu entschärfen.

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Gemeinsamer Abschluss

Bevor wir uns anschließend über das inzwischen aufgebaute Buffet hermachten gab es noch eine gemeinsame Abschlussrunde. Jeder erhielt eine Karte, und sollte folgenden Satz vervollständigen: “Mein Team ist großartig weil.. und darum fühle ich mich…”. Die Karten wurden anschließend gesammelt und jeder zog sich verdeckt eine der Karten, um sie laut vorzulesen und an das Whiteboard zu heften. Jede vorgelesene Karte wurde vom Team mit Applaus quittiert. Da unsere Teammitglieder unterschiedlich lange Heimwege antreten mussten, war der offizielle Teil des Teamevents mit dem gemeinsamen Mittagessen beendet. Während sich ein Teil schon auf den Weg zum Bahnhof machte, ließen die anderen den Nachmittag noch mit einem Eis im Büro ausklingen. 

(Kleine Zwischenbemerkung: Unser Kollege Yannis konnte leider nicht beim Event dabei sein, bitte stellt euch einfach vor, er wäre auf dem Foto mit drauf)

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Rückblickend betrachtet haben wir zwei richtig coole Tage gemeinsam verbracht, die uns definitiv als Team näher zusammengeschweißt haben. Insbesondere für unsere drei neuen Mitarbeiter, die dieses Jahr dazugekommen sind und für mich, die während der Pandemie in ein remote-Team dazukam war es extrem wertvoll, die Kollegen nun auch in echt kennenzulernen. Obwohl Remote-Zusammenarbeit bei uns längst Standard ist und gut funktioniert, sind solche gemeinsamen Erlebnisse doch durch nichts ersetzbar.